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Steckbrief Braunbär

© VIER PFOTEN

Größe: aufgerichtet bis zu 3m

Gewicht: bis zu 380 kg. Kodiakbären (Unterart des Braunbären) können sogar bis zu 780 kg wiegen.

Nahrung: Allesfresser

Merkmale: Braunbären gehören zu den größten Raubtieren an Land. Sie können 25-30 Jahre alt werden und sind in der Regel Einzelgänger. Über den Schultern haben sie einen muskulösen Buckel, ihr Kopf ist länglich und sehr groß. Sie können sehr gut riechen, ihr Gehörsinn ist normal. Das Fell des Braunbären ist in der Regel dunkelbraun, kann aber auch gräulich bis schwarz sein. Im Winter bilden Braunbären ein dichtes, dickes Winterfell. Von Oktober bis April/Mai halten sie Winterruhe.

Aufzucht der Tiere: Bären paaren sich von Mai bis Juli. Erstaunlicherweise nistet sich die befruchtete Eizelle nicht gleich ein, sondern schwimmt frei in der Gebärmutter, bis die Mutter so viele Fettreserven angesammelt hat, dass sie sich in ihre Winterhöhle zurückziehen kann. Erst jetzt beginnt die eigentliche Tragzeit. Bei der Geburt sind die 1-4 Kleinen blind und haben ein dünnes graues Fell. Sie sind im Gegensatz zu erwachsenen Braunbären winzig, gerade mal 23-26 cm lang. Deshalb finden sie in der Winterhöhle optimalen Schutz. Durch die besonders nahrhafte Milch der Mutter wachsen die Jungtiere sehr schnell. Sie nehmen zwar nach ca. fünf Monaten auch feste Nahrung zu sich, werden aber von der Mutter bis zum zweiten, dritten Lebensjahr noch gesäugt. Die ersten Jahre bleiben die Jungen bei der Mutter. Sie ist in dieser Zeit sehr aggressiv gegenüber anderen Bären und auch Menschen, um ihre Jungen vor jeder Gefahr zu schützen. Im Alter von drei bis Jahre werden die Jungtiere von der Mutter verjagt.

Sonstiges: In Deutschland gibt es seit ca. 170 Jahren keine wild lebenden Bären mehr. Sie wurden vertrieben oder abgeschossen. Mitte 2006 kam erstmals wieder ein Bär über die Alpen nach Deutschland. Obwohl dies ein riesiger Erfolg zur Wiedereinsiedelung der Bären war, wurde Bruno (ursprünglicher Namen JJ 1) von der bayrischen Landesregierung zum „Problembären“ ernannt und zum Abschuss frei gegeben. Viele Proteste und das Angebot von VIER PFOTEN und der STIFTUNG FÜR BÄREN, Bruno eine artgerechte Unterbringung zu verschaffen, konnten leider nicht verhindern, dass er am 26. Juli 2006 abgeschossen wurde. Seitdem hat sich in Deutschland nur wenig zum Schutz wildlebender Braunbären getan.

                           

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